Flöhe sind seit je her als Parasiten verschrien, denen es den Garaus zu machen gilt. Natürlich können diese Tiere zur Plage werden und dann muss auch gründlich gegen die kleinen Blutsauger vorgegangen werden, aber das ist kein Grund sich nicht einmal näher mit diesen Insekten zu beschäftigen.
Es gibt sage und schreibe 2400 verschiedene Floharten, von denen wiederum 70 verschiedene Arten in Mitteleuropa heimisch sind. Die Flöhe gehören zu den flügellosen Insekten, verfügen aber dafür über sehr kräftige Hinterbeine, die weite und kräftige Sprünge erlauben. Diesem Talent ist es auch zu verdanken, dass im 20. Jahrhundert so genannte Flohzirkusse sehr populär waren, in denen v. a. weibliche Menschenflöhe eingesetzt wurden. Flöhe haben einen recht platten Körper, wodurch sie sich sehr gut zwischen den Haaren der Wirtstiere fortbewegen können. Im Gegensatz zu vielen anderen Insekten, haben diese kleinen Parasiten keine Facettenaugen, sondern einlinsige Punktaugen. Ein Stech- und Saugrüssel als Mundwerkzeug rundet den Körperbau des Flohs ab. Diese Tiere leben auf warmblütigen Tieren (94 % auf Säugetieren und etwa 6 % auf Vögeln) und ernähren sich von deren Blut. Die maximale Lebensdauer dieser Tiere liegt bei etwa 1 ½ Jahren. Man kann Flöhe in zwei Gruppen einteilen und zwar in Nest- und Pelzflöhe. Nestflöhe haben einen festen Schlafplatz und bespringen nur nachts ihren Wirt um Nahrung zu saugen. Pelzflöhe dagegen verbleiben ständig im Fell des Wirtstieres. Der Menschenfloh gehört beispielsweise zu den Nestflöhen. Flöhe vermehren sich recht schnell, wobei die Larven nicht auf den Tieren selbst, sondern an dunklen Orten zu finden sind (im Haus zum Beispiel in Teppichen oder Polstermöbeln). Je nach Temperatur dauert es zwischen 8 Tagen und einem Jahr bis aus einer Larve ein erwachsener Floh wird. Wird ein Mensch vom Floh gebissen, hat dies kleine Wunden zur Folge, die mit mehr oder weniger schwerem Juckreiz verbunden sind. Flöhe können auch Bakterien und Krankheiten übertragen. Besonders populär ist in diesem Zusammenhang der Pestfloh, durch den die Pest übertragen werden kann. Tropische Floharten können auch Fleckfieber und andere Krankheiten übertragen. Nun gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Flöhe zu bekämpfen. Auf diese werde ich hier nicht näher eingehen, da dies diesen Rahmen sprengen würde. Generell sollte man dafür sorgen, dass Flohbefall gar nicht erst auftritt. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Behandlung der Haustiere mit Spot-On Präparaten. Mehr über die Bekämpfung von Flohbefall finden Sie hier.
5 Kommentare









by Anna, on August 19 2009 @ 17:49
Danke für die Informationen, ich habe viel gelernt. Um meine Katze vor Flöhen und andern Tierchen zu schützen, sprühe ich sie im Nackenbereich mit Flohspray ein. Die Kuscheltiere meines Sohnes stecke ich alle paar Monate über Nacht in einem Gefrierbeutel ins Eisfach. Das mache ich natürlich erst, wenn er friedlich eingeschlafen ist.
by Flöhe bei Hund und Katze |, on September 15 2009 @ 11:39
[...] nur Mut! Wenn Sie ein wenig mehr über Flöhe wissen möchten, finden Sie hier noch viele weitere [...]
by Nina, on Oktober 13 2009 @ 08:25
Meine Katze war auch mal von Flöhen befallen. Es war echt super schwer die Flöhe in der gesamten Wohnung wieder los zu werden. Ich musste jeden Tag Staubsaugen und heiß wischen. Darum hoffe ich, dass wir diese Plage nicht noch einmal bekommen. Was ich auch sehr ekelhaft finde, sind Hausstaubmilben. Wer einmal gesehen hat wie diese Tierchen in der Vergrößerung aussehen weiß was ich meine.
by Bernhardiner, on November 13 2009 @ 09:01
Unsere Hunde werden im Sommer immer regelmäßig gebadet bzw. die gehen freiwillig baden am Fluss. Da haben meiner Meinung nach Flöhe schon garkeine Chance.
Ich kann mich zumindest nicht dran erinnern wann die das letzte Mal Flöhe hatten.
by Floh und Co « 1fach Tiere, on Februar 14 2010 @ 21:42
[...] den letzten Jahren wurden Flöhe zu einem wachsenden Problem. Dies hat verschiedene [...]